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Mehlschwitze: drei Farben, drei Aufgaben

Butter und Mehl zu gleichen Teilen. Wie lange man sie gart, entscheidet über Geschmack und Bindekraft zugleich.

Zeit
SchwierigkeitEinfach
  1. Weiße Mehlschwitze: zwei Minuten, keinerlei Farbe. Bindet am stärksten. Für Béchamel und alles, was hell bleiben soll.
  2. Blonde Mehlschwitze: vier bis fünf Minuten, strohfarben, nach Gebäck duftend. Bindet etwas weniger und schmeckt nach etwas. Für Velouté.
  3. Braune Mehlschwitze: acht bis zehn Minuten, haselnussbraun. Bindet am schwächsten — man braucht etwa ein Fünftel mehr — trägt aber den tiefsten Geschmack. Für Espagnole.
  4. Die Regel, die jede Sauce rettet: heiße Flüssigkeit in kühle Mehlschwitze oder kühle Flüssigkeit in heiße Mehlschwitze. Niemals heiß in heiß — daher kommen die Klümpchen.

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Quelle · Mirepoix · Auguste Escoffier, Le Guide Culinaire (1907)

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