Nichtsteroidale Antirheumatika

Vergleiche die genannten Arzneimittel dieser Familie mit Links zu den Quellen.

Die Zuordnung beschreibt eine benannte Wirkung oder einen Bestandteil eines Kombinationspräparats. Ein Arzneimittel kann mehreren Familien angehören. Die Mitglieder sind nicht automatisch austauschbar; dies ist ein Lernverzeichnis, keine Verordnungshilfe.

Verfügbare Karten öffnen sich in der gewählten Sprache. Die übrigen Karten öffnen sich auf Englisch.

Ibuprofen
Meloxicam
Aspirin
Naproxen
Celecoxib
Diclofenac
Diclofenac
Ketorolac
Ketorolac
Indometacin
Nabumeton
Etodolac

Wirkstoffnamen und Aussprache

Ibuprofen · eye-byoo-PROE-fen
Meloxicam · mel-OX-i-kam
Aspirin · AS-pir-in
Naproxen · na-PROX-en
Celecoxib · sel-e-KOX-ib
Diclofenac · dye-KLOE-fen-ak
Ketorolac · KEE-toe-ROLE-ak
Indomethacin · in-doe-METH-a-sin
Nabumetone · na-BUE-me-tone
Etodolac · ee-toe-DOE-lak

Die Aussprache gilt für den Wirkstoffnamen im US-Englischen.

Körpersystem und verwandte Wirkstofffamilien

Körpersysteme: Schmerz · Bewegungsapparat · Auge & Ohr

So wirken die einzelnen Wirkstoffe

Ibuprofen — Wirkt schmerzlindernd, fiebersenkend und entzündungshemmend. Laut ausgewählter Fachinformation ist der Mechanismus nicht vollständig geklärt und könnte mit einer Hemmung der Prostaglandinsynthese zusammenhängen.
Meloxicam — Hemmt Cyclooxygenase (COX-1 und COX-2) sowie die Prostaglandinsynthese; wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und fiebersenkend.
Aspirin — Hemmt durch Acetylierung der Cyclooxygenase die Prostaglandinsynthese und Thrombozytenaggregation; die irreversible Hemmung der thrombozytären COX-1 vermindert die Bildung von Thromboxan A2.
Naproxen — Wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und fiebersenkend. Der Mechanismus ist nicht vollständig geklärt, umfasst aber die Hemmung von COX-1 und COX-2; eine verringerte Prostaglandinbildung kann beitragen.
Celecoxib — Wirkt analgetisch, entzündungshemmend und fiebersenkend; der Mechanismus beruht vermutlich auf einer verminderten Prostaglandinsynthese, vor allem durch COX-2-Hemmung.
Diclofenac — Wirkt analgetisch, entzündungshemmend und fiebersenkend. Der Mechanismus ist nicht vollständig geklärt, umfasst aber die Hemmung von COX-1/COX-2 und eine verminderte Prostaglandinsynthese.
Diclofenac — Der Mechanismus ist nicht vollständig geklärt, umfasst aber die Hemmung von COX-1 und COX-2. Diclofenac hemmt in vitro die Prostaglandinsynthese; verminderte periphere Prostaglandine könnten zu seiner analgetischen und entzündungshemmenden Wirkung beitragen.
Ketorolac — NSAR-Analgetikum mit nicht vollständig geklärtem Wirkmechanismus, der eine Hemmung der Prostaglandinsynthetase umfassen kann.
Ketorolac — Nichtsteroidales Antirheumatikum, das vermutlich durch Hemmung der Prostaglandin-Biosynthese wirkt.
Indometacin — Der Wirkmechanismus ist nicht vollständig geklärt, umfasst aber die Hemmung von COX-1 und COX-2; eine verminderte Prostaglandinsynthese kann zu den peripheren Wirkungen beitragen.
Nabumeton — Prodrug, das in der Leber zu 6MNA umgewandelt wird, einem starken Hemmstoff der Prostaglandinsynthese.
Etodolac — Zeigt in Tiermodellen entzündungshemmende, schmerzstillende und fiebersenkende Wirkung. Der Mechanismus ist nicht vollständig geklärt und könnte mit einer Hemmung der Prostaglandinsynthetase zusammenhängen.

Jede Zusammenfassung ist die Zeile zum Wirkmechanismus aus der Lernkarte des Wirkstoffs.

Wofür die einzelnen Wirkstoffe angewendet werden

Ibuprofen — Rheumatoide Arthritis und Arthrose; Leichte bis mäßige Schmerzen; Primäre Dysmenorrhö
Meloxicam — Linderung der Zeichen und Symptome von Arthrose; Linderung der Zeichen und Symptome rheumatoider Arthritis; Pauciartikuläre oder polyartikuläre juvenile rheumatoide Arthritis bei Patienten mit mindestens 60 kg Körpergewicht
Aspirin — Leichte Schmerzen; Kopf- und Zahnschmerzen; Menstruations- und Arthritisschmerzen
Naproxen — Rheumatoide Arthritis, Arthrose und ankylosierende Spondylitis; Tendinitis, Bursitis und akute Gicht; Schmerzen; Primäre Dysmenorrhö
Celecoxib — Anzeichen und Symptome von Arthrose oder rheumatoider Arthritis; Juvenile rheumatoide Arthritis ab 2 Jahren; ankylosierende Spondylitis; Akute Schmerzen bei Erwachsenen; Primäre Dysmenorrhö
Diclofenac — Arthrose; Rheumatoide Arthritis; Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew)
Diclofenac — Schmerzen bei Arthrose des Kniegelenks
Ketorolac — Fortsetzung nach i.v./i.m.-Ketorolac bei mäßig starken akuten Schmerzen, die eine Analgesie auf Opioidniveau erfordern, bei Erwachsenen; die kombinierte i.v./i.m.- und orale Behandlung darf 5 Tage nicht überschreiten
Ketorolac — Entzündung nach Kataraktoperation bei Patienten ab 2 Jahren; Vorübergehende Linderung von Augenjucken bei saisonaler allergischer Konjunktivitis bei Patienten ab 2 Jahren
Indometacin — Mittelschwere bis schwere rheumatoide Arthritis, einschließlich akuter Schübe; Mittelschwere bis schwere ankylosierende Spondylitis; Mittelschwere bis schwere Arthrose; Akute schmerzhafte Schulter durch Bursitis und/oder Tendinitis
Nabumeton — Linderung der Anzeichen und Symptome der Arthrose bei Erwachsenen; Linderung der Anzeichen und Symptome der rheumatoiden Arthritis bei Erwachsenen
Etodolac — Anzeichen und Symptome von Arthrose oder rheumatoider Arthritis bei Erwachsenen; Akute Schmerzen bei Erwachsenen

Jede Liste ist die Zeile zur Anwendung aus der Lernkarte des Wirkstoffs.

So unterscheiden sich diese Wirkstoffe

Wirkstoffe in dieser Familie: 12

Nach Körpersystem: Schmerz (Ibuprofen, Aspirin, Naproxen, Celecoxib, Diclofenac, Diclofenac, Ketorolac) · Bewegungsapparat (Meloxicam, Indometacin, Nabumeton, Etodolac) · Auge & Ohr (Ketorolac)

Auf mehr als einer Karte dieser Wirkstofffamilie

Anwendung

Primäre Dysmenorrhö · 3/12: Ibuprofen, Naproxen, Celecoxib

Akute Schmerzen bei Erwachsenen · 2/12: Celecoxib, Etodolac

Häufige Nebenwirkungen

Dyspepsie · 7/12: Meloxicam, Naproxen, Celecoxib, Diclofenac (zum Einnehmen), Indometacin, Nabumeton, Etodolac

Übelkeit · 5/12: Ibuprofen, Naproxen, Diclofenac (zum Einnehmen), Indometacin, Etodolac

Durchfall · 5/12: Meloxicam, Celecoxib, Diclofenac (zum Einnehmen), Nabumeton, Etodolac

Bauchschmerzen · 5/12: Naproxen, Celecoxib, Diclofenac (zum Einnehmen), Nabumeton, Etodolac

Schwindel · 3/12: Ibuprofen, Indometacin, Etodolac

Kopfschmerzen · 3/12: Naproxen, Diclofenac (zum Einnehmen), Indometacin

Infektion der oberen Atemwege · 2/12: Meloxicam, Celecoxib

Warnhinweise

Nierentoxizität · 4/12: Ibuprofen, Meloxicam, Diclofenac (auf der Haut), Indometacin

Hepatotoxizität · 3/12: Meloxicam, Diclofenac (auf der Haut), Indometacin

Herzinsuffizienz und Ödeme · 3/12: Meloxicam, Diclofenac (auf der Haut), Indometacin

Wechselwirkungen

ACE-Hemmer · 2/12: Ibuprofen, Nabumeton

Antikoagulanzien / Thrombozytenaggregationshemmer · 2/12: Naproxen, Celecoxib

SSRI / SNRI (Blutungsrisiko) · 2/12: Naproxen, Celecoxib

Antikoagulanzien (Warfarin) · 2/12: Diclofenac (zum Einnehmen), Diclofenac (auf der Haut)

Arzneimittel, die die Hämostase beeinflussen (SSRI) · 2/12: Diclofenac (zum Einnehmen), Diclofenac (auf der Haut)

Boxed Warning

10/12: Ibuprofen, Meloxicam, Naproxen, Celecoxib, Diclofenac (zum Einnehmen), Diclofenac (auf der Haut), Ketorolac (zum Einnehmen), Indometacin, Nabumeton, Etodolac

Gleicher Wortlaut der Boxed Warning bei: Naproxen, Celecoxib

Gleicher Wortlaut der Boxed Warning bei: Indometacin, Nabumeton, Etodolac

Ein Punkt gilt nur dann als gemeinsam, wenn beide Karten ihn gleich formulieren. Fehlt ein Punkt auf einer Karte, heißt das nicht, dass die Wirkung nie auftritt.