Propranolol: Wirkung, Anwendung und Warnhinweise

Lerne die nichtselektive Betablockade von Propranolol, die Anwendung bei Bluthochdruck, Angina pectoris und Migräne sowie Warnhinweise zu Asthma und Absetzen.

Wirkstoffname?
Propranolol
Wirkstoffklasse?
Nichtselektiver beta-adrenerger Blocker
Wirkmechanismus
Die nichtselektive Betablockade senkt bei Angina pectoris in der Regel den myokardialen Sauerstoffbedarf. Der blutdrucksenkende Mechanismus ist nicht geklärt; ein vermindertes Herzzeitvolumen, eine verringerte Reninfreisetzung und ein reduzierter Sympathikotonus können dazu beitragen.
Anwendung
Hypertonie und Angina pectoris; Kontrolle der Kammerfrequenz bei Vorhofflimmern mit schneller ventrikulärer Überleitung; Senkung der kardiovaskulären Mortalität nach der Akutphase eines Myokardinfarkts bei klinisch stabilen Patienten; Migräneprophylaxe und essenzieller Tremor
Häufige Nebenwirkungen
Bradykardie; Müdigkeit / Mattigkeit; Benommenheit; Übelkeit / Erbrechen; Lebhafte Träume
Warnhinweise
Kontraindiziert bei kardiogenem Schock; Kontraindiziert bei Sinusbradykardie und Herzblock höheren als ersten Grades; Kontraindiziert bei Asthma bronchiale; Abruptes Absetzen kann eine Angina pectoris verschlimmern oder einen Myokardinfarkt auslösen; die Fachinformation verlangt ein schrittweises Absetzen unter ärztlicher Überwachung
Wechselwirkungen
CYP2D6- / 1A2- / 2C19-Hemmer; Enzyminduktoren (Rifampicin, Phenytoin); Antiarrhythmika (Propafenon)

Markenfragen verwenden nur Namenspaare, die anhand der verlinkten Produktquelle geprüft wurden. Unbestätigte Zuordnungen werden in diesen Fragen ausgelassen; die übrigen Lerninhalte bleiben verfügbar.

Wirkstofffamilien: Betablocker

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Stand der Produktinformation: 20260826 · Zum Lernen, nicht für klinische Entscheidungen. Marken und Produktinformationen beziehen sich auf die USA. Prüfe immer die aktuelle Quelle.

Quelle geprüft am: 2026-10-21. Das Quelldokument und ausgewählte Felder wurden verglichen. Die vollständige Karte wurde nicht unabhängig klinisch geprüft.

Aussprache

Propranolol: proe-PRAN-oh-lol

Gemeinsame Namensendung: -olol · Metoprolol, Atenolol, Nebivolol, Bisoprolol

Die Aussprache gilt für den Wirkstoffnamen im US-Englischen. Eine Namensendung ist eine Merkhilfe, keine Regel für die Einteilung.

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Betablocker: Nebivolol, Timololmaleat (ophthalmisch), Bisoprolol, Labetalol, Dorzolamid / Timolol, Metoprolol, Carvedilol, Atenolol

Körpersystem

Herz-Kreislauf · 47 Arzneimittel-Lernkarten

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Atenolol

Gleiche Wirkstofffamilie: Betablocker

Wirkmechanismus: Beta-1-selektiver adrenerger Blocker ohne membranstabilisierende oder intrinsische sympathomimetische Aktivität; bei höheren Dosen geht die Selektivität verloren.

Auf beiden Karten: Häufige Nebenwirkungen — Bradykardie · Warnhinweise — Kontraindiziert bei Sinusbradykardie und Herzblock höheren als ersten Grades

Nur auf der Karte zu Atenolol: Anwendung — Hypertonie · Häufige Nebenwirkungen — Müdigkeit / Erschöpfung; Schwindel; Kalte Extremitäten; Depression · Warnhinweise — Kontraindiziert bei kardiogenem Schock / manifester Herzinsuffizienz · Wechselwirkungen — Katecholaminspeicher entleerende Arzneimittel (Reserpin); Calciumkanalblocker, Disopyramid, Amiodaron; Absetzen von Clonidin

Metoprolol

Gleiche Wirkstofffamilie: Betablocker

Wirkmechanismus: Beta-1-selektiver (kardioselektiver) adrenerger Rezeptorblocker ohne intrinsische sympathomimetische Aktivität; blockiert bei höheren Spiegeln auch Beta-2-Rezeptoren.

Auf beiden Karten: Häufige Nebenwirkungen — Bradykardie

Nur auf der Karte zu Metoprolol: Anwendung — Hypertonie bei Erwachsenen; Langzeitbehandlung der Angina pectoris zur Verringerung der Anfälle und Verbesserung der Belastungstoleranz; Verringerung der kardiovaskulären Sterblichkeit bei hämodynamisch stabilen Patienten mit gesichertem oder vermutetem akutem Myokardinfarkt · Häufige Nebenwirkungen — Müdigkeit; Schwindel; Depression; Atemnot · Warnhinweise — Abruptes Absetzen kann eine Ischämie verschlimmern; Verschlechterung einer Herzinsuffizienz; Kann eine Hypoglykämie maskieren · Wechselwirkungen — Katecholaminspeicher entleerende Arzneimittel; CYP2D6-Hemmer; Digoxin, Clonidin, Diltiazem, Verapamil

Carvedilol

Gleiche Wirkstofffamilie: Betablocker

Wirkmechanismus: Racemisches Gemisch: Die nichtselektive Betablockade stammt vom S(-)-Enantiomer, die Alpha-1-Blockade von beiden Enantiomeren; keine intrinsische sympathomimetische Aktivität.

Auf beiden Karten: Häufige Nebenwirkungen — Bradykardie

Nur auf der Karte zu Carvedilol: Anwendung — Leichte bis schwere chronische Herzinsuffizienz ischämischen oder kardiomyopathischen Ursprungs, meist zusammen mit anderen Herzinsuffizienzmedikamenten; Senkung der kardiovaskulären Sterblichkeit bei klinisch stabilen Überlebenden eines akuten Myokardinfarkts mit linksventrikulärer Ejektionsfraktion von höchstens 40 %; Essenzielle Hypertonie · Häufige Nebenwirkungen — Schwindel; Müdigkeit; Hypotonie; Hyperglykämie · Warnhinweise — Nicht abrupt absetzen; Bronchialasthma / bronchospastische Erkrankungen; Kann Hypoglykämie maskieren · Wechselwirkungen — CYP2D6-Hemmer; Rifampicin; Digoxin, Ciclosporin; Clonidin, Reserpin, MAO-Hemmer

Ein Punkt gilt nur dann als gemeinsam, wenn beide Karten ihn gleich formulieren. Fehlt ein Punkt auf einer Karte, heißt das nicht, dass die Wirkung nie auftritt.