Betablocker
Vergleiche die genannten Arzneimittel dieser Familie mit Links zu den Quellen.
Die Zuordnung beschreibt eine benannte Wirkung oder einen Bestandteil eines Kombinationspräparats. Ein Arzneimittel kann mehreren Familien angehören. Die Mitglieder sind nicht automatisch austauschbar; dies ist ein Lernverzeichnis, keine Verordnungshilfe.
Verfügbare Karten öffnen sich in der gewählten Sprache. Die übrigen Karten öffnen sich auf Englisch.
Keine Treffer. Versuche einen anderen Namen.
Kombination: Die Zuordnung betrifft den jeweiligen Bestandteil.
Wirkstoffnamen und Aussprache
Gemeinsame Namensendung: -olol · Metoprolol, Atenolol, Propranolol, Nebivolol, Bisoprolol
| Metoprolol · me-TOE-proe-lol |
| Carvedilol · KAR-ve-dil-ol |
| Atenolol · a-TEN-oh-lol |
| Propranolol · proe-PRAN-oh-lol |
| Nebivolol · ne-BIV-oh-lol |
| Timolol maleate (ophthalmic) · TYE-moe-lol |
| Bisoprolol · bis-OH-proe-lol |
| Labetalol · la-BET-a-lol |
| Dorzolamide · dor-ZOLE-a-mide |
| Timolol · TYE-moe-lol |
Die Aussprache gilt für den Wirkstoffnamen im US-Englischen. Eine Namensendung ist eine Merkhilfe, keine Regel für die Einteilung.
Körpersystem und verwandte Wirkstofffamilien
Körpersysteme: Herz-Kreislauf · Auge & Ohr
So wirken die einzelnen Wirkstoffe
| Metoprolol — Beta-1-selektiver (kardioselektiver) adrenerger Rezeptorblocker ohne intrinsische sympathomimetische Aktivität; blockiert bei höheren Spiegeln auch Beta-2-Rezeptoren. |
| Carvedilol — Racemisches Gemisch: Die nichtselektive Betablockade stammt vom S(-)-Enantiomer, die Alpha-1-Blockade von beiden Enantiomeren; keine intrinsische sympathomimetische Aktivität. |
| Atenolol — Beta-1-selektiver adrenerger Blocker ohne membranstabilisierende oder intrinsische sympathomimetische Aktivität; bei höheren Dosen geht die Selektivität verloren. |
| Propranolol — Die nichtselektive Betablockade senkt bei Angina pectoris in der Regel den myokardialen Sauerstoffbedarf. Der blutdrucksenkende Mechanismus ist nicht geklärt; ein vermindertes Herzzeitvolumen, eine verringerte Reninfreisetzung und ein reduzierter Sympathikotonus können dazu beitragen. |
| Nebivolol — Der blutdrucksenkende Mechanismus ist nicht endgültig geklärt; beteiligt sein könnten eine niedrigere Herzfrequenz und Kontraktilität, weniger Renin und eine Vasodilatation. |
| Timololmaleat (ophthalmisch) — Nicht selektiver Beta1/Beta2-Adrenozeptor-Blocker ohne nennenswerte intrinsische sympathomimetische oder membranstabilisierende Aktivität. |
| Bisoprolol — Beta-1-selektiver Adrenozeptorblocker ohne nennenswerte membranstabilisierende oder intrinsische sympathomimetische Aktivität im therapeutischen Dosisbereich. |
| Labetalol — Verbindet eine selektive, kompetitive Alpha-1-Blockade mit einer nichtselektiven, kompetitiven Betablockade. |
| Dorzolamid / Timolol — Beide verringern die Kammerwassersekretion: Dorzolamid hemmt die Carboanhydrase II; Timolol ist ein nichtselektiver Betablocker. |
Jede Zusammenfassung ist die Zeile zum Wirkmechanismus aus der Lernkarte des Wirkstoffs.
Wofür die einzelnen Wirkstoffe angewendet werden
| Metoprolol — Hypertonie bei Erwachsenen; Langzeitbehandlung der Angina pectoris zur Verringerung der Anfälle und Verbesserung der Belastungstoleranz; Verringerung der kardiovaskulären Sterblichkeit bei hämodynamisch stabilen Patienten mit gesichertem oder vermutetem akutem Myokardinfarkt |
| Carvedilol — Leichte bis schwere chronische Herzinsuffizienz ischämischen oder kardiomyopathischen Ursprungs, meist zusammen mit anderen Herzinsuffizienzmedikamenten; Senkung der kardiovaskulären Sterblichkeit bei klinisch stabilen Überlebenden eines akuten Myokardinfarkts mit linksventrikulärer Ejektionsfraktion von höchstens 40 %; Essenzielle Hypertonie |
| Atenolol — Hypertonie |
| Propranolol — Hypertonie und Angina pectoris; Kontrolle der Kammerfrequenz bei Vorhofflimmern mit schneller ventrikulärer Überleitung; Senkung der kardiovaskulären Mortalität nach der Akutphase eines Myokardinfarkts bei klinisch stabilen Patienten; Migräneprophylaxe und essenzieller Tremor |
| Nebivolol — Hypertonie |
| Timololmaleat (ophthalmisch) — Okuläre Hypertension; Offenwinkelglaukom |
| Bisoprolol — Hypertonie bei Erwachsenen |
| Labetalol — Hypertonie bei Erwachsenen |
| Dorzolamid / Timolol — Erhöhter Augeninnendruck bei Offenwinkelglaukom oder okulärer Hypertension, wenn Betablocker allein den Zielaugeninnendruck nicht erreichen |
Jede Liste ist die Zeile zur Anwendung aus der Lernkarte des Wirkstoffs.
So unterscheiden sich diese Wirkstoffe
Wirkstoffe in dieser Familie: 9 · Monopräparate: 8 · Kombinationspräparate: 1
Nicht in der geprüften Liste zur Namensendung -olol: Carvedilol, Timololmaleat (ophthalmisch), Labetalol, Dorzolamid / Timolol
Auch in anderen Wirkstofffamilien: Carvedilol (Alpha-1-Adrenozeptorblocker) · Labetalol (Alpha-1-Adrenozeptorblocker)
Nach Körpersystem: Herz-Kreislauf (Metoprolol, Carvedilol, Atenolol, Propranolol, Nebivolol, Bisoprolol, Labetalol) · Auge & Ohr (Timololmaleat (ophthalmisch), Dorzolamid / Timolol)
Auf mehr als einer Karte dieser Wirkstofffamilie
Anwendung
Hypertonie bei Erwachsenen · 3/9: Metoprolol, Bisoprolol, Labetalol
Hypertonie · 2/9: Atenolol, Nebivolol
Häufige Nebenwirkungen
Schwindel · 5/9: Metoprolol, Carvedilol, Atenolol, Bisoprolol, Labetalol
Bradykardie · 5/9: Metoprolol, Carvedilol, Atenolol, Propranolol, Timololmaleat (ophthalmisch)
Müdigkeit · 3/9: Carvedilol, Nebivolol, Labetalol
Kopfschmerzen · 3/9: Nebivolol, Timololmaleat (ophthalmisch), Bisoprolol
Depression · 2/9: Metoprolol, Atenolol
Warnhinweise
Kann eine Hypoglykämie maskieren · 2/9: Metoprolol, Carvedilol
Kontraindiziert bei Sinusbradykardie und Herzblock höheren als ersten Grades · 2/9: Atenolol, Propranolol
Wechselwirkungen
CYP2D6-Hemmer · 3/9: Metoprolol, Nebivolol, Timololmaleat (ophthalmisch)
Verapamil / Diltiazem · 2/9: Nebivolol, Bisoprolol
Boxed Warning
1/9: Atenolol
Ein Punkt gilt nur dann als gemeinsam, wenn beide Karten ihn gleich formulieren. Fehlt ein Punkt auf einer Karte, heißt das nicht, dass die Wirkung nie auftritt.