Wind im Traum: Bedeutung und Deutung
Wind im Traum: Was sagt die traditionelle Deutung?
In den traditionellen Deutungen und nach Ibn Sirin kann der Wind auf eine Reise, auf Freude, auf eine Veränderung im Leben oder auf Nachrichten wie eine Hochzeit oder eine Geburt hinweisen. Ein leichter, angenehmer Wind wird als gute Botschaft und Erleichterung gedeutet, während ein Wind, der stark genug ist, Bäume zu entwurzeln, Angst, Not oder ein Unglück ankündigen kann.
Wind im Traum: Was sagt die Psychologie?
Im modernen psychologischen Ansatz kann der Wind häufig den aus dem Unbewussten aufsteigenden Wunsch nach Veränderung darstellen, unsichtbare und doch spürbare emotionale Kräfte sowie die inneren Antriebe, die das Leben vorantreiben. Eine ruhige Brise kann auf die Sehnsucht nach seelischem Gleichgewicht und Erneuerung hinweisen, während ein stürmischer Wind auf unterdrückte Gefühle oder eine unkontrollierbare Angst deuten kann, die an die Oberfläche drängt.
Wind im Traum – je nach Kontext
Ein leichter/angenehmer Wind im Traum: Was bedeutet das?
Ein sanft wehender Wind kann gute Botschaften und erfreuliche Nachrichten bedeuten und für Kranke Heilung und Erleichterung.
Ein heftiger/stürmischer Wind im Traum: Was bedeutet das?
Ein rauer Wind, der Bäume entwurzelt, kann darauf hindeuten, dass Angst, Not oder ein Missgeschick an den Ort kommen könnten, an dem er gesehen wird.
Wind im Traum — Für Alleinstehende/Verlobte: Was bedeutet das?
Für jemanden, der alleinstehend oder verlobt ist, kann der Wind darauf hinweisen, dass eine glückliche Ehe näher rückt.
Wind im Traum — Nach der Windrichtung (Nordwind/Südwind): Was bedeutet das?
Ein Südwind kann als Wendung im Lebensweg und als Erleichterung gedeutet werden, während ein Nordwind eine starke Liebe bedeuten kann; ein heulender Wind, begleitet von Donner, kann auf traurige Nachrichten hinweisen.
Woher diese Deutungen stammen
Jedes Symbol in diesem Lexikon trägt zwei Lesarten nebeneinander, und keine ersetzt die andere. Die traditionelle Deutung stammt aus der klassischen Traumbuchliteratur von Ibn Sirin und al-Nabulsi: Dort gilt der Traum als Zeichen für Kommendes, und die Bedeutung eines Symbols liegt weitgehend fest. Die psychologische Deutung folgt Jung und Freud — dort spricht der Traum nicht von der Zukunft, sondern vom Träumenden, und das Symbol steht für etwas Verdrängtes oder noch nicht Benanntes. Deshalb kann dasselbe Symbol unter den beiden Überschriften unterschiedlich, sogar gegensätzlich gelesen werden. Der Kontextteil folgt derselben Logik: Ein Symbol liest sich anders, je nachdem, wer es geträumt hat und was im Traum geschah.