Regen im Traum: Bedeutung und Deutung
Regen im Traum: Was sagt die traditionelle Deutung?
Nach der traditionellen Deutung und Ibn Sirin wird Regen im Traum meist als Zeichen von Barmherzigkeit, Fülle, Überfluss, Versorgung und Reinigung von Sünden gelesen; sanfter Regen, der keinen Schaden anrichtet, kann auf Gutes und Erleichterung hinweisen, während ein sturzbachartiger oder trüber Regen auf Schwierigkeiten, Krankheit oder Streit hindeuten kann.
Regen im Traum: Was sagt die Psychologie?
Aus moderner psychologischer Sicht (Jung/Freud) kann Regen ein äußerer Ausdruck dafür sein, dass sich im Unbewussten angestaute Gefühle lösen – ein Bedürfnis nach innerer Reinigung und Erneuerung; Wasser, das vom Himmel fällt, kann auf seelische Erfrischung oder auf die Sehnsucht hinweisen, lange zurückgehaltene Tränen endlich loszulassen.
Regen im Traum – je nach Kontext
Leichter/sanfter Regen im Traum: Was bedeutet das?
Er kann darauf hinweisen, dass Sorgen sich lösen, Gebete erhört werden und Erleichterung auf dem Weg ist.
Sturzbachartiger/starker Regen im Traum: Was bedeutet das?
Er kann auf eine unerwartete Schwierigkeit, eine vorübergehende Unruhe oder eine Last hinweisen, die sich bei dir ansammelt; doch dieser Sturm geht wahrscheinlich vorüber.
Im Regen durchnässt werden im Traum: Was bedeutet das?
Es kann auf Heilung für Kranke hinweisen und für andere auf Reinigung von Sünden und eine seelische Erfrischung.
Regen, der ins Haus fällt im Traum: Was bedeutet das?
Das kann ein Zeichen dafür sein, dass Fülle, Versorgung und Segen für Haus und Familie zunehmen.
Woher diese Deutungen stammen
Jedes Symbol in diesem Lexikon trägt zwei Lesarten nebeneinander, und keine ersetzt die andere. Die traditionelle Deutung stammt aus der klassischen Traumbuchliteratur von Ibn Sirin und al-Nabulsi: Dort gilt der Traum als Zeichen für Kommendes, und die Bedeutung eines Symbols liegt weitgehend fest. Die psychologische Deutung folgt Jung und Freud — dort spricht der Traum nicht von der Zukunft, sondern vom Träumenden, und das Symbol steht für etwas Verdrängtes oder noch nicht Benanntes. Deshalb kann dasselbe Symbol unter den beiden Überschriften unterschiedlich, sogar gegensätzlich gelesen werden. Der Kontextteil folgt derselben Logik: Ein Symbol liest sich anders, je nachdem, wer es geträumt hat und was im Traum geschah.