Glimepirid: Wirkung, Anwendung und Warnhinweise

Lerne, wie Glimepirid die Insulinfreisetzung anregt, seine Anwendung bei Typ-2-Diabetes Erwachsener und das Risiko schwerer Hypoglykämien.

Wirkstoffname?
Glimepirid
Wirkstoffklasse?
Sulfonylharnstoff
Wirkmechanismus
Bindet an Sulfonylharnstoff-Rezeptoren der Betazellen, schließt ATP-sensitive K+-Kanäle und stimuliert die Insulinfreisetzung.
Anwendung
Typ-2-Diabetes bei Erwachsenen, ergänzend zu Diät und Bewegung
Häufige Nebenwirkungen
Hypoglykämie; Kopfschmerzen; Übelkeit; Schwindel; Asthenie
Warnhinweise
Schwere Hypoglykämie; Überempfindlichkeit einschließlich Sulfonamidallergie; Hämolytische Anämie bei G6PD-Mangel
Wechselwirkungen
Orales Miconazol (schwere Hypoglykämie); CYP2C9-Hemmer und -Induktoren; Colesevelam

Markenfragen verwenden nur Namenspaare, die anhand der verlinkten Produktquelle geprüft wurden. Unbestätigte Zuordnungen werden in diesen Fragen ausgelassen; die übrigen Lerninhalte bleiben verfügbar.

Originalinformation lesen ↗

Stand der Produktinformation: 20260519 · Zum Lernen, nicht für klinische Entscheidungen. Marken und Produktinformationen beziehen sich auf die USA. Prüfe immer die aktuelle Quelle.

Quelle geprüft am: 2026-10-21. Das Quelldokument und ausgewählte Felder wurden verglichen. Die vollständige Karte wurde nicht unabhängig klinisch geprüft.

Aussprache

Glimepiride: glye-MEP-i-ride

Die Aussprache gilt für den Wirkstoffnamen im US-Englischen.

Körpersystem

Endokrinologie · 27 Arzneimittel-Lernkarten

Mit verwandten Karten vergleichen

Glipizid

Gleiche Wirkstoffklasse auf beiden Karten

Wirkmechanismus: Scheint den Blutzucker akut zu senken, indem es die Insulinfreisetzung aus funktionsfähigen Betazellen des Pankreas stimuliert; der Mechanismus der Blutzuckersenkung bei Langzeitbehandlung ist nicht eindeutig geklärt.

Auf beiden Karten: Anwendung — Typ-2-Diabetes bei Erwachsenen, ergänzend zu Diät und Bewegung · Häufige Nebenwirkungen — Übelkeit

Nur auf der Karte zu Glipizid: Häufige Nebenwirkungen — Durchfall; Verstopfung; Magenschmerzen; Allergische Hautreaktionen · Warnhinweise — Hypoglykämie; Kontraindiziert bei Typ-1-Diabetes / diabetischer Ketoazidose; Überempfindlichkeit gegen Glipizid; Die Produktinformation enthält einen Warnhinweis zur kardiovaskulären Mortalität auf Grundlage einer Studie mit Tolbutamid und rät zu bedenken, dass er auch für andere Sulfonylharnstoffe gelten könnte · Wechselwirkungen — NSAR, Salicylate, Azole (Hypoglykämie); Betablocker, MAO-Hemmer, Cumarine; Thiazide, Kortikosteroide (Verlust der Blutzuckerkontrolle)

Pioglitazon

Gleiches Körpersystem: Endokrinologie

Wirkmechanismus: PPAR-gamma-Agonist, der die Insulinresistenz in der Peripherie und in der Leber senkt; setzt vorhandenes Insulin voraus und ist kein Insulin-Sekretagogum.

Auf beiden Karten: Anwendung — Typ-2-Diabetes bei Erwachsenen, ergänzend zu Diät und Bewegung · Häufige Nebenwirkungen — Kopfschmerzen

Nur auf der Karte zu Pioglitazon: Häufige Nebenwirkungen — Infektion der oberen Atemwege; Sinusitis; Myalgie; Pharyngitis · Warnhinweise — Leberversagen (nach Markteinführung); Blasenkrebs; Ödeme und Frakturen · Wechselwirkungen — Starke CYP2C8-Hemmer (z. B. Gemfibrozil); CYP2C8-Induktoren (z. B. Rifampicin); Topiramat

Calcitriol

Gleiches Körpersystem: Endokrinologie

Wirkmechanismus: Aktives Vitamin D3, das den Calciumtransport im Darm stimuliert. Sein Nutzen bei renaler Knochenerkrankung scheint auf der Korrektur von Hypokalzämie und sekundärem Hyperparathyreoidismus zu beruhen.

Auf beiden Karten: Häufige Nebenwirkungen — Kopfschmerzen; Übelkeit

Nur auf der Karte zu Calcitriol: Anwendung — Sekundärer Hyperparathyreoidismus und damit verbundene metabolische Knochenerkrankung bei mittelschwerer bis schwerer chronischer Niereninsuffizienz vor der Dialyse; Hypokalzämie und damit verbundene metabolische Knochenerkrankung bei chronischer Dialyse; Hypokalzämie bei postoperativem oder idiopathischem Hypoparathyreoidismus oder bei Pseudohypoparathyreoidismus · Häufige Nebenwirkungen — Hyperkalzämie; Schwäche · Warnhinweise — Kontraindiziert bei Hyperkalzämie oder Vitamin-D-Toxizität; Calcium-Phosphat-Produkt im Zielbereich halten · Wechselwirkungen — Colestyramin; Phenytoin / Phenobarbital; Thiazide

Ein Punkt gilt nur dann als gemeinsam, wenn beide Karten ihn gleich formulieren. Fehlt ein Punkt auf einer Karte, heißt das nicht, dass die Wirkung nie auftritt.