Baclofen: Wirkung, Anwendung und Warnhinweise

Lerne, wie Baclofen spinale Reflexe hemmt, seine Anwendung bei Spastik infolge multipler Sklerose sowie die Risiken bei abruptem Absetzen und ZNS-Dämpfung.

Wirkstoffname?
Baclofen
Wirkstoffklasse?
Muskelrelaxans und Antispastikum
Wirkmechanismus
Der genaue Wirkmechanismus ist nicht vollständig bekannt. Baclofen kann mono- und polysynaptische spinale Reflexe hemmen, möglicherweise durch Hyperpolarisation afferenter Nervenendigungen; auch supraspinale Wirkungen können beitragen.
Anwendung
Linderung reversibler Spastik infolge multipler Sklerose; Kann auch bei Patienten mit Rückenmarksverletzungen oder anderen Rückenmarkserkrankungen von Nutzen sein
Häufige Nebenwirkungen
Schläfrigkeit; Schwindel; Schwäche; Müdigkeit
Warnhinweise
Abruptes Absetzen: Halluzinationen, Krampfanfälle; Neonatale Entzugssymptome bei Anwendung in der Schwangerschaft; Nicht bei rheumatisch bedingten Muskelspasmen
Wechselwirkungen
ZNS-dämpfende Mittel und Alkohol

Markenfragen verwenden nur Namenspaare, die anhand der verlinkten Produktquelle geprüft wurden. Unbestätigte Zuordnungen werden in diesen Fragen ausgelassen; die übrigen Lerninhalte bleiben verfügbar.

Originalinformation lesen ↗

Stand der Produktinformation: 20260903 · Zum Lernen, nicht für klinische Entscheidungen. Marken und Produktinformationen beziehen sich auf die USA. Prüfe immer die aktuelle Quelle.

Quelle geprüft am: 2026-10-21. Das Quelldokument und ausgewählte Felder wurden verglichen. Die vollständige Karte wurde nicht unabhängig klinisch geprüft.

Aussprache

Baclofen: BAK-loe-fen

Die Aussprache gilt für den Wirkstoffnamen im US-Englischen.

Körpersystem

Bewegungsapparat · 10 Arzneimittel-Lernkarten

Mit verwandten Karten vergleichen

Cyclobenzaprin

Gleiches Körpersystem: Bewegungsapparat

Wirkmechanismus: Lindert Skelettmuskelspasmen lokalen Ursprungs, ohne die Muskelfunktion zu beeinträchtigen. Tierstudien sprechen für eine überwiegend zentrale Wirkung statt einer direkten Wirkung am Skelettmuskel oder an der neuromuskulären Endplatte.

Auf beiden Karten: Häufige Nebenwirkungen — Schwindel; Müdigkeit

Nur auf der Karte zu Cyclobenzaprin: Anwendung — Kurzfristige Linderung von Muskelspasmen bei akuten, schmerzhaften Erkrankungen des Bewegungsapparats als Ergänzung zu Ruhe und Physiotherapie · Häufige Nebenwirkungen — Mundtrockenheit; Verstopfung; Schläfrigkeit · Warnhinweise — Serotoninsyndrom; Kardiovaskuläre / ZNS-Wirkungen ähnlich trizyklischen Antidepressiva; Bei älteren Menschen oder eingeschränkter Leberfunktion nicht empfohlen; Die ausgewählte Retardkapsel ist nur für kurze Zeiträume bis zu 2–3 Wochen vorgesehen; die Wirksamkeit bei zentraler Spastik ist nicht belegt · Wechselwirkungen — MAO-Hemmer; Alkohol, Barbiturate, ZNS-dämpfende Mittel; Tramadol

Methocarbamol

Gleiches Körpersystem: Bewegungsapparat

Wirkmechanismus: Nicht geklärt; möglicherweise durch eine allgemeine ZNS-Dämpfung bedingt. Keine direkte Wirkung auf quergestreifte Muskulatur, motorische Endplatte oder Nervenfaser.

Auf beiden Karten: Häufige Nebenwirkungen — Schläfrigkeit · Wechselwirkungen — ZNS-dämpfende Mittel und Alkohol

Nur auf der Karte zu Methocarbamol: Anwendung — Ergänzung zu Ruhe, Physiotherapie und anderen Maßnahmen bei Beschwerden im Zusammenhang mit akuten, schmerzhaften Erkrankungen des Bewegungsapparats · Häufige Nebenwirkungen — Schwindel / Benommenheit; Übelkeit / Erbrechen; Kopfschmerzen; Verschwommenes Sehen · Warnhinweise — Überempfindlichkeit gegen Methocarbamol; Alkohol und andere ZNS-dämpfende Mittel können die sedierende Wirkung verstärken; Die geistige oder körperliche Fähigkeit zum Autofahren und für gefährliche Tätigkeiten kann beeinträchtigt sein; Die Anwendung in der Schwangerschaft erfordert eine ärztliche Nutzen-Risiko-Abwägung · Wechselwirkungen — Pyridostigmin (Myasthenia gravis)

Ein Punkt gilt nur dann als gemeinsam, wenn beide Karten ihn gleich formulieren. Fehlt ein Punkt auf einer Karte, heißt das nicht, dass die Wirkung nie auftritt.