Wasser im Traum: Bedeutung und Deutung
Wasser im Traum: Was sagt die traditionelle Deutung?
In der traditionellen Deutung (Ibn Sirin) gilt Wasser als das Leben und die Versorgung selbst; klares, reines Wasser kann auf rechtmäßigen Erwerb, Fülle und ein gesegnetes Leben hindeuten, während trübes oder schmutziges Wasser auf Kummer, Mühsal im Lebensunterhalt oder Krankheit hinweisen kann. Wasser zu trinken wird als das Erlangen eines guten Lebens gedeutet, und ins Wasser zu treten als Befreiung von Ängsten und Sorgen.
Wasser im Traum: Was sagt die Psychologie?
In der modernen Psychologie (im Ansatz von Jung) ist Wasser das Symbol des Unbewussten und der Gefühlswelt; der Zustand des Wassers kann die Ruhe oder die Aufgewühltheit deines Innenlebens widerspiegeln. Im Wasser zu baden oder darin zu tauchen kann auf den Wunsch nach emotionaler Erneuerung hindeuten und darauf, dich von alter Schuld und alten Lasten zu reinigen.
Wasser im Traum – je nach Kontext
Klares/reines Wasser im Traum: Was bedeutet das?
Es kann auf Fülle, rechtmäßigen Erwerb und ein friedliches, gesundes Leben hindeuten.
Trübes/schmutziges Wasser im Traum: Was bedeutet das?
Es kann auf Kummer, Mühsal beim Lebensunterhalt oder eine bevorstehende Schwierigkeit hindeuten.
Wasser im Traum — Für Alleinstehende/Verwitwete: Was bedeutet das?
Es kann auf eine Heirat hindeuten, auf einen neuen Menschen in deinem Leben oder auf einen Neuanfang in Herzensangelegenheiten.
Fließendes Wasser im Vergleich zu stehendem Wasser im Traum: Was bedeutet das?
Fließendes Wasser kann auf Handel, Gewinn und sich ordnende Angelegenheiten hindeuten; stehendes Wasser kann auf Stillstand oder das Gefühl hinweisen, festzustecken.
Woher diese Deutungen stammen
Jedes Symbol in diesem Lexikon trägt zwei Lesarten nebeneinander, und keine ersetzt die andere. Die traditionelle Deutung stammt aus der klassischen Traumbuchliteratur von Ibn Sirin und al-Nabulsi: Dort gilt der Traum als Zeichen für Kommendes, und die Bedeutung eines Symbols liegt weitgehend fest. Die psychologische Deutung folgt Jung und Freud — dort spricht der Traum nicht von der Zukunft, sondern vom Träumenden, und das Symbol steht für etwas Verdrängtes oder noch nicht Benanntes. Deshalb kann dasselbe Symbol unter den beiden Überschriften unterschiedlich, sogar gegensätzlich gelesen werden. Der Kontextteil folgt derselben Logik: Ein Symbol liest sich anders, je nachdem, wer es geträumt hat und was im Traum geschah.