Sterben im Traum: Bedeutung und Deutung
Sterben im Traum: Was sagt die traditionelle Deutung?
In der traditionellen Deutung wird das Sterben im Traum meist in sein Gegenteil gewendet: Es kann auf ein langes Leben hindeuten, auf den Weg von der Not zur Erleichterung, von der Armut zum Wohlstand und von der Verfehlung zur Umkehr. Nach Ibn Sirin kann es einen neuen Anfang ankündigen, wenn du dich nach dem Tod wieder lebendig siehst, und wenn ein kranker Mensch den eigenen Tod sieht, kann dies Heilung ankündigen.
Sterben im Traum: Was sagt die Psychologie?
In der modernen Psychologie wird das Sterben in der Regel nicht als wörtliches Ende gelesen, sondern als Wandlung und als Abschluss eines alten Zustands des Selbst; Jung verbindet dies mit dem Sterben und der Wiedergeburt einer alten Form des "Ich". Es kann darauf hindeuten, dass eine Beziehung, eine Gewohnheit oder ein Lebensabschnitt zu Ende gegangen ist, und auf das Bedürfnis nach innerer Veränderung verweisen.
Sterben im Traum – je nach Kontext
Sterben im Traum — Für Alleinstehende: Was bedeutet das?
Sich selbst tot und in ein Leichentuch gehüllt zu sehen, kann bei einem alleinstehenden Menschen auf Heirat und auf die Erfüllung eines Wunsches hindeuten.
Sterben im Traum — Für Verheiratete: Was bedeutet das?
Wenn ein verheirateter Mensch sich sterben und begraben werden sieht, kann das als eine Zeit der Distanz zum Partner oder zu geliebten Menschen gedeutet werden, während der Anblick eines Leichentuchs als Kindersegen gedeutet werden kann.
Sterben im Traum — Für Kranke: Was bedeutet das?
Wenn ein kranker Mensch sich im Traum sterben sieht, kann das darauf hindeuten, dass er die Krankheit übersteht und Heilung findet.
Sterben und wieder zum Leben kommen im Traum: Was bedeutet das?
Sich nach dem Tod wieder lebendig zu sehen, kann auf Umkehr, auf eine lichte Zeit nach der Not und auf einen neuen Anfang hindeuten.
Woher diese Deutungen stammen
Jedes Symbol in diesem Lexikon trägt zwei Lesarten nebeneinander, und keine ersetzt die andere. Die traditionelle Deutung stammt aus der klassischen Traumbuchliteratur von Ibn Sirin und al-Nabulsi: Dort gilt der Traum als Zeichen für Kommendes, und die Bedeutung eines Symbols liegt weitgehend fest. Die psychologische Deutung folgt Jung und Freud — dort spricht der Traum nicht von der Zukunft, sondern vom Träumenden, und das Symbol steht für etwas Verdrängtes oder noch nicht Benanntes. Deshalb kann dasselbe Symbol unter den beiden Überschriften unterschiedlich, sogar gegensätzlich gelesen werden. Der Kontextteil folgt derselben Logik: Ein Symbol liest sich anders, je nachdem, wer es geträumt hat und was im Traum geschah.