Sich verirren im Traum: Bedeutung und Deutung
Sich verirren im Traum: Was sagt die traditionelle Deutung?
Nach der traditionellen Deutung und Ibn Sirin kann es, wenn du dich im Traum verirrst, meist auf ein Schwinden deines Glücks, auf Unentschlossenheit in deinen Angelegenheiten und auf die Sorge hinweisen, vom rechten Weg abzukommen; findest du nach dem Verirren jedoch wieder deinen Weg, so kann das als Befreiung aus Bedrängnis und als ein gesegneter Neuanfang gedeutet werden.
Sich verirren im Traum: Was sagt die Psychologie?
Aus moderner psychologischer Sicht (Jung) kann das Sich-Verirren deine Suche nach Richtung und Identität im Leben symbolisieren, ein Gefühl verlorener Kontrolle und einen Durchgang, der sich zu unerforschten Teilen des Unbewussten öffnet; in der Freud'schen Lesart kann es Angst angesichts von Ungewissheit und eine verdrängte Schwierigkeit beim Entscheiden widerspiegeln.
Sich verirren im Traum – je nach Kontext
Sich verirren und den Weg wiederfinden im Traum: Was bedeutet das?
Es kann auf eine schnelle Befreiung von Sorgen, auf eine nützliche Partnerschaft oder auf einen Zugewinn an Einkünften hinweisen.
Sich im Wald verirren im Traum: Was bedeutet das?
Es kann seelische Erschöpfung, geistige Verwirrung und das Bedürfnis zeigen, allein zu sein und auf dich selbst zu hören.
Sich auf dem Meer verirren im Traum: Was bedeutet das?
Es kann auf die Angst vor einem großen Verlust oder auf eine unerwartete Schwierigkeit hinweisen.
Sich in einer Menschenmenge verirren im Traum: Was bedeutet das?
Es kann als Furcht gedeutet werden, in deinen Vorhaben nicht das gewünschte Ergebnis zu erreichen; bei einem Gelehrten jedoch als sich verbreitendes Wissen und wachsendes Ansehen.
Sich verirren im Traum — Nach Ibn Sirin: Was bedeutet das?
Es kann auf eine Einbuße an Glück und auf die Sorge hinweisen, vom rechten Weg abzukommen; das Verschwinden eines Familienmitglieds kann als Kummer und Bedrängnis gedeutet werden.
Woher diese Deutungen stammen
Jedes Symbol in diesem Lexikon trägt zwei Lesarten nebeneinander, und keine ersetzt die andere. Die traditionelle Deutung stammt aus der klassischen Traumbuchliteratur von Ibn Sirin und al-Nabulsi: Dort gilt der Traum als Zeichen für Kommendes, und die Bedeutung eines Symbols liegt weitgehend fest. Die psychologische Deutung folgt Jung und Freud — dort spricht der Traum nicht von der Zukunft, sondern vom Träumenden, und das Symbol steht für etwas Verdrängtes oder noch nicht Benanntes. Deshalb kann dasselbe Symbol unter den beiden Überschriften unterschiedlich, sogar gegensätzlich gelesen werden. Der Kontextteil folgt derselben Logik: Ein Symbol liest sich anders, je nachdem, wer es geträumt hat und was im Traum geschah.