Reise im Traum: Bedeutung und Deutung
Reise im Traum: Was sagt die traditionelle Deutung?
In der traditionellen Traumdeutung kann eine Reise auf den Übergang von einem Zustand in einen anderen hindeuten, auf die Suche nach Auskommen und darauf, dass sich deine gegenwärtige Lage ändert. Nach Ibn Sirin und Nabulsi gilt eine leichte, sichere Reise als guter Ausgang; liegenzubleiben oder umzukehren kann auf Aufgeschobenes hindeuten.
Reise im Traum: Was sagt die Psychologie?
In der modernen Psychologie ist die Reise das verbreitetste Bild für das Leben selbst; ebenso wichtig wie das Ziel ist, wer steuert, wer neben dir sitzt und wie gut der Weg bekannt ist. Sie lässt sich als Ankündigung einer Schwelle, eines Entscheidungsmoments oder eines Identitätswandels lesen.
Reise im Traum – je nach Kontext
Reise im Traum — Für Singles: Was bedeutet das?
Es kann auf die Suche nach einer neuen Richtung im Leben und auf den Wunsch hindeuten, von hier fortzugehen.
Reise im Traum — Für Verheiratete: Was bedeutet das?
Es kann auf eine gemeinsam zu treffende Entscheidung oder auf eine bevorstehende Veränderung im Haus hindeuten.
Ohne den Weg zu kennen reisen im Traum: Was bedeutet das?
Es kann darauf hindeuten, dass du etwas mit ungewissem Ausgang beginnst, und auf die Unruhe dieser Ungewissheit.
Unterwegs liegenbleiben im Traum: Was bedeutet das?
Es kann auf etwas Unvollendetes hindeuten und darauf, dass erwartete Hilfe ausbleibt.
Einen Reisegefährten haben im Traum: Was bedeutet das?
Es kann darauf hindeuten, dass du in einem schweren Vorgang nicht allein bist, und auf kommende Unterstützung.
Woher diese Deutungen stammen
Jedes Symbol in diesem Lexikon trägt zwei Lesarten nebeneinander, und keine ersetzt die andere. Die traditionelle Deutung stammt aus der klassischen Traumbuchliteratur von Ibn Sirin und al-Nabulsi: Dort gilt der Traum als Zeichen für Kommendes, und die Bedeutung eines Symbols liegt weitgehend fest. Die psychologische Deutung folgt Jung und Freud — dort spricht der Traum nicht von der Zukunft, sondern vom Träumenden, und das Symbol steht für etwas Verdrängtes oder noch nicht Benanntes. Deshalb kann dasselbe Symbol unter den beiden Überschriften unterschiedlich, sogar gegensätzlich gelesen werden. Der Kontextteil folgt derselben Logik: Ein Symbol liest sich anders, je nachdem, wer es geträumt hat und was im Traum geschah.