Pferd im Traum: Bedeutung und Deutung
Pferd im Traum: Was sagt die traditionelle Deutung?
Nach der traditionellen Deutung und Ibn Sirin gilt ein Pferd im Traum im Allgemeinen als gutes Zeichen: Es kann auf eine Erweiterung deines Auskommens, auf Rang und Ehre, auf den Sieg über einen Widersacher und häufig auch auf eine gesegnete Ehe hinweisen. Auf einem gesattelten Pferd zu reiten bedeutet einen Aufstieg im Ansehen und die Erfüllung deiner Wünsche, während ein Sturz vom Pferd oder der Anblick eines toten Pferdes auf einen Verlust von Ansehen oder Besitz hindeuten kann.
Pferd im Traum: Was sagt die Psychologie?
Im modernen psychologischen Zugang ist das Pferd ein kraftvolles Symbol für unterdrückte Triebkraft, für die Sehnsucht nach Freiheit und für Lebensenergie (Libido). Wenn du das Pferd zügeln kannst, mag das darauf hindeuten, dass du deine Leidenschaften und Antriebe unter Kontrolle gebracht hast; ein freilaufendes oder wildes Pferd kann auf eine innere Energie hinweisen, die noch gelenkt werden möchte.
Pferd im Traum – je nach Kontext
Ein weißes Pferd im Traum: Was bedeutet das?
Es kann auf Fülle, Segen und geistige Stärke hinweisen; besonders für Alleinstehende kann es eine gesegnete Ehe in naher Zukunft ankündigen.
Ein schwarzes Pferd im Traum: Was bedeutet das?
Es kann auf eine Zunahme von weltlichem Wohlstand und Besitz, auf Führungsqualitäten und das Erreichen einer hohen Stellung hinweisen.
Pferd im Traum — Auf einem Pferd reiten (für Alleinstehende): Was bedeutet das?
Auf einem jungen oder gescheckten Pferd zu reiten kann darauf hinweisen, dass du in kurzer Zeit einen wohlhabenden, guten Menschen heiratest oder zu eigenem Wohneigentum kommst.
Pferd im Traum — Nach Ibn Sirin: ein laufendes/galoppierendes Pferd: Was bedeutet das?
Es kann auf schnell herannahende gute Nachrichten, auf ein Beschleunigen deiner Angelegenheiten und die rasche Erfüllung deiner Wünsche hinweisen.
Woher diese Deutungen stammen
Jedes Symbol in diesem Lexikon trägt zwei Lesarten nebeneinander, und keine ersetzt die andere. Die traditionelle Deutung stammt aus der klassischen Traumbuchliteratur von Ibn Sirin und al-Nabulsi: Dort gilt der Traum als Zeichen für Kommendes, und die Bedeutung eines Symbols liegt weitgehend fest. Die psychologische Deutung folgt Jung und Freud — dort spricht der Traum nicht von der Zukunft, sondern vom Träumenden, und das Symbol steht für etwas Verdrängtes oder noch nicht Benanntes. Deshalb kann dasselbe Symbol unter den beiden Überschriften unterschiedlich, sogar gegensätzlich gelesen werden. Der Kontextteil folgt derselben Logik: Ein Symbol liest sich anders, je nachdem, wer es geträumt hat und was im Traum geschah.