Auge im Traum: Bedeutung und Deutung
Auge im Traum: Was sagt die traditionelle Deutung?
Nach traditioneller Deutung und Ibn Sirin kann das Auge auf deinen Glauben, deine Einsicht und das innere Auge des Herzens hinweisen, das den rechten Weg findet; ein gesundes, klares Auge wird als Stärke des Glaubens gedeutet, während Blindheit oder ein Makel am Auge als Mangel im religiösen Leben gelesen wird. Schöne, klare Augen können auch Führung, Wissen und Urteilskraft bedeuten; in manchen Quellen können sie auf Kinder hinweisen (das rechte Auge auf einen Sohn, das linke Auge auf eine Tochter).
Auge im Traum: Was sagt die Psychologie?
In der modernen Psychologie kann das Auge – als Jungs Symbol für Bewusstsein und Einsicht – für Bewusstheit stehen, für deinen Blick auf dich selbst und die Welt und dafür, wie klar du die Wahrheit siehst. Augen, die dich beobachten, können auf die Angst hinweisen, betrachtet und beurteilt zu werden, oder auf eine verdrängte Botschaft aus dem Unterbewusstsein, die "gesehen werden will".
Auge im Traum – je nach Kontext
Klare / gesunde Augen im Traum: Was bedeutet das?
Kann auf einen gefestigten Glauben, Urteilskraft und das Erkennen des rechten Weges hinweisen.
Erblinden / Augen, die nicht sehen im Traum: Was bedeutet das?
Kann darauf hinweisen, dass du vom rechten Weg abkommst, eine Wahrheit verleugnest, oder auf die Sorge vor einem Verlust.
Augenfarbe (blau/haselnussbraun/grün) im Traum: Was bedeutet das?
Nach Ibn Sirin wird ein Unterschied in der Farbe als ein Unterschied im Glauben gedeutet; blaue Augen können auf religiöse Neuerung hinweisen, haselnussbraune Augen auf Widerstand gegen den Glauben und grüne Augen auf ein Abdriften von der Religion.
Viele Augen / ein Augenpaar im Traum: Was bedeutet das?
Zusätzliche schöne Augen am Körper können auf Fülle und Segen hinweisen; zwei Augen können auf zwei Kinder hinweisen.
Woher diese Deutungen stammen
Jedes Symbol in diesem Lexikon trägt zwei Lesarten nebeneinander, und keine ersetzt die andere. Die traditionelle Deutung stammt aus der klassischen Traumbuchliteratur von Ibn Sirin und al-Nabulsi: Dort gilt der Traum als Zeichen für Kommendes, und die Bedeutung eines Symbols liegt weitgehend fest. Die psychologische Deutung folgt Jung und Freud — dort spricht der Traum nicht von der Zukunft, sondern vom Träumenden, und das Symbol steht für etwas Verdrängtes oder noch nicht Benanntes. Deshalb kann dasselbe Symbol unter den beiden Überschriften unterschiedlich, sogar gegensätzlich gelesen werden. Der Kontextteil folgt derselben Logik: Ein Symbol liest sich anders, je nachdem, wer es geträumt hat und was im Traum geschah.