Oxcarbazepin: Wirkung, Anwendung und Warnhinweise

Lerne die Natriumkanal-Wirkung von Oxcarbazepin, den Einsatz bei fokal beginnenden Anfällen von Erwachsenen und Kindern sowie Hyponatriämie- und Hautrisiken.

Wirkstoffname?
Oxcarbazepin
Wirkstoffklasse?
Antikonvulsivum (Natriumkanalblocker)
Wirkmechanismus
Die Wirkung wird überwiegend durch den Metaboliten MHD vermittelt. Der genaue antikonvulsive Mechanismus ist unbekannt; In-vitro-Studien weisen auf eine Blockade spannungsabhängiger Natriumkanäle hin, die übererregte Membranen stabilisiert.
Anwendung
Fokal beginnende Anfälle: Monotherapie oder Zusatztherapie bei Erwachsenen; Fokal beginnende Anfälle: Monotherapie bei Kindern ab 4 Jahren; Fokal beginnende Anfälle: Zusatztherapie bei Kindern ab 2 Jahren
Häufige Nebenwirkungen
Schwindel; Somnolenz; Doppeltsehen; Müdigkeit; Übelkeit
Warnhinweise
Hyponatriämie; Schwere dermatologische Reaktionen; Kreuzüberempfindlichkeit gegen Carbamazepin
Wechselwirkungen
Phenytoin; Starke CYP-Induktoren (z. B. Carbamazepin); Hormonelle Kontrazeptiva

Markenfragen verwenden nur Namenspaare, die anhand der verlinkten Produktquelle geprüft wurden. Unbestätigte Zuordnungen werden in diesen Fragen ausgelassen; die übrigen Lerninhalte bleiben verfügbar.

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Stand der Produktinformation: 20260812 · Zum Lernen, nicht für klinische Entscheidungen. Marken und Produktinformationen beziehen sich auf die USA. Prüfe immer die aktuelle Quelle.

Quelle geprüft am: 2026-10-21. Das Quelldokument und ausgewählte Felder wurden verglichen. Die vollständige Karte wurde nicht unabhängig klinisch geprüft.

Aussprache

Oxcarbazepine: ox-kar-BAZ-e-peen

Die Aussprache gilt für den Wirkstoffnamen im US-Englischen.

Körpersystem

Neurologie · 18 Arzneimittel-Lernkarten

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Gabapentin

Gleiches Körpersystem: Neurologie

Wirkmechanismus: Die genauen analgetischen und antiepileptischen Mechanismen sind unbekannt. Gabapentin ist strukturell mit GABA verwandt, beeinflusst jedoch weder dessen Bindung noch Aufnahme oder Abbau. Es bindet in vitro an die Alpha-2-Delta-Untereinheit des Calciumkanals; die Bedeutung dieser Bindung für die therapeutischen Wirkungen ist unbekannt.

Auf beiden Karten: Häufige Nebenwirkungen — Schwindel; Somnolenz; Müdigkeit

Nur auf der Karte zu Gabapentin: Anwendung — Postherpetische Neuralgie bei Erwachsenen; Zusatzbehandlung fokal beginnender Anfälle bei Erwachsenen sowie Kindern ab 3 Jahren · Häufige Nebenwirkungen — Periphere Ödeme; Ataxie · Warnhinweise — DRESS (Multiorgan-Überempfindlichkeit); Atemdepression zusammen mit zentral dämpfenden Mitteln; Suizidales Verhalten und Suizidgedanken · Wechselwirkungen — Opioide; Antazida (Aluminium-/Magnesiumhydroxid)

Lamotrigin

Gleiches Körpersystem: Neurologie

Wirkmechanismus: Genauer Mechanismus unbekannt; vermutet wird eine Hemmung spannungsabhängiger Natriumkanäle, die Membranen stabilisiert und die Glutamatfreisetzung verringert.

Auf beiden Karten: Häufige Nebenwirkungen — Schwindel; Doppeltsehen; Übelkeit

Nur auf der Karte zu Lamotrigin: Anwendung — Zusatztherapie der angegebenen Anfallsformen ab 2 Jahren; Umstellung auf Monotherapie bei fokal beginnenden Anfällen ab 16 Jahren beim Wechsel von einem der ausdrücklich aufgeführten Antiepileptika; Erhaltungstherapie der Bipolar-I-Störung bei Erwachsenen nach Standardbehandlung einer akuten Episode · Häufige Nebenwirkungen — Kopfschmerzen; Ataxie · Warnhinweise — Hämophagozytische Lymphohistiozytose; Multiorgan-Überempfindlichkeit (DRESS); Herzrhythmusstörungen; Blutdyskrasien · Wechselwirkungen — Estrogenhaltige orale Kontrazeptiva; Carbamazepin; Valproat

Topiramat

Gleiches Körpersystem: Neurologie

Wirkmechanismus: Die klinischen Mechanismen der antikonvulsiven und migräneprophylaktischen Wirkung sind unbekannt. Präklinische Befunde deuten auf Beiträge von Natriumkanalblockade, verstärkter Aktivität an einigen GABA-A-Rezeptoren, AMPA/Kainat-Antagonismus und Carboanhydrase-Hemmung hin.

Auf beiden Karten: Häufige Nebenwirkungen — Schwindel; Müdigkeit · Wechselwirkungen — Hormonelle Kontrazeptiva

Nur auf der Karte zu Topiramat: Anwendung — Initiale Monotherapie oder Zusatztherapie fokal beginnender oder primär generalisierter tonisch-klonischer Anfälle ab 2 Jahren; Zusatztherapie von Anfällen beim Lennox-Gastaut-Syndrom ab 2 Jahren; Migräneprophylaxe ab 12 Jahren · Häufige Nebenwirkungen — Parästhesie; Anorexie; Gewichtsverlust · Warnhinweise — Akute Myopie / sekundäres Winkelblockglaukom; Metabolische Azidose; Nierensteine; Kognitive Wirkungen; Fetotoxizität · Wechselwirkungen — Phenytoin / Carbamazepin; Valproinsäure (Hyperammonämie)

Ein Punkt gilt nur dann als gemeinsam, wenn beide Karten ihn gleich formulieren. Fehlt ein Punkt auf einer Karte, heißt das nicht, dass die Wirkung nie auftritt.