Memantin: Wirkung, Anwendung und Warnhinweise

Lerne die NMDA-Blockade von Memantin, die Anwendung bei mittelschwerer bis schwerer Alzheimer-Demenz, den Einfluss des Urin-pH und wichtige Wechselwirkungen.

Wirkstoffname?
Memantin
Wirkstoffklasse?
NMDA-Rezeptor-Antagonist
Wirkmechanismus
Nicht kompetitiver (Offenkanal-)NMDA-Rezeptor-Antagonist mit niedriger bis mittlerer Affinität. Die therapeutische Wirkung wird mit der Blockade von NMDA-Kanälen in Verbindung gebracht; eine anhaltende Glutamat-Aktivierung ist eine Hypothese für Alzheimer-Symptome, und es ist nicht belegt, dass Memantin Neurodegeneration verhindert oder verlangsamt.
Anwendung
Mittelschwere bis schwere Alzheimer-Demenz
Häufige Nebenwirkungen
Kopfschmerzen; Durchfall; Schwindel
Warnhinweise
Ein erhöhter Urin-pH steigert die Memantin-Spiegel
Wechselwirkungen
Urin alkalisierende Arzneimittel (z. B. Natriumhydrogencarbonat); Carboanhydrasehemmer; Andere NMDA-Antagonisten

Markenfragen verwenden nur Namenspaare, die anhand der verlinkten Produktquelle geprüft wurden. Unbestätigte Zuordnungen werden in diesen Fragen ausgelassen; die übrigen Lerninhalte bleiben verfügbar.

Originalinformation lesen ↗

Stand der Produktinformation: 20260901 · Zum Lernen, nicht für klinische Entscheidungen. Marken und Produktinformationen beziehen sich auf die USA. Prüfe immer die aktuelle Quelle.

Quelle geprüft am: 2026-10-21. Das Quelldokument und ausgewählte Felder wurden verglichen. Die vollständige Karte wurde nicht unabhängig klinisch geprüft.

Aussprache

Memantine: MEM-an-teen

Die Aussprache gilt für den Wirkstoffnamen im US-Englischen.

Körpersystem

Neurologie · 18 Arzneimittel-Lernkarten

Mit verwandten Karten vergleichen

Lamotrigin

Gleiches Körpersystem: Neurologie

Wirkmechanismus: Genauer Mechanismus unbekannt; vermutet wird eine Hemmung spannungsabhängiger Natriumkanäle, die Membranen stabilisiert und die Glutamatfreisetzung verringert.

Auf beiden Karten: Häufige Nebenwirkungen — Kopfschmerzen; Schwindel

Nur auf der Karte zu Lamotrigin: Anwendung — Zusatztherapie der angegebenen Anfallsformen ab 2 Jahren; Umstellung auf Monotherapie bei fokal beginnenden Anfällen ab 16 Jahren beim Wechsel von einem der ausdrücklich aufgeführten Antiepileptika; Erhaltungstherapie der Bipolar-I-Störung bei Erwachsenen nach Standardbehandlung einer akuten Episode · Häufige Nebenwirkungen — Doppeltsehen (Diplopie); Ataxie; Übelkeit · Warnhinweise — Hämophagozytische Lymphohistiozytose; Multiorgan-Überempfindlichkeit (DRESS); Herzrhythmusstörungen; Blutdyskrasien · Wechselwirkungen — Estrogenhaltige orale Kontrazeptiva; Carbamazepin; Valproat

Ein Punkt gilt nur dann als gemeinsam, wenn beide Karten ihn gleich formulieren. Fehlt ein Punkt auf einer Karte, heißt das nicht, dass die Wirkung nie auftritt.