SGLT2-Hemmer

Vergleiche die genannten Arzneimittel dieser Familie mit Links zu den Quellen.

Die Zuordnung beschreibt eine benannte Wirkung oder einen Bestandteil eines Kombinationspräparats. Ein Arzneimittel kann mehreren Familien angehören. Die Mitglieder sind nicht automatisch austauschbar; dies ist ein Lernverzeichnis, keine Verordnungshilfe.

Verfügbare Karten öffnen sich in der gewählten Sprache. Die übrigen Karten öffnen sich auf Englisch.

EmpagliflozinJardiance
DapagliflozinFarxiga

Wirkstoffnamen und Aussprache

Gemeinsame Namensendung: -gliflozin · Empagliflozin, Dapagliflozin

Empagliflozin · em-pa-gli-FLOE-zin
Dapagliflozin · dap-a-gli-FLOE-zin

Die Aussprache gilt für den Wirkstoffnamen im US-Englischen. Eine Namensendung ist eine Merkhilfe, keine Regel für die Einteilung.

Körpersystem und verwandte Wirkstofffamilien

Körpersystem: Endokrinologie

So wirken die einzelnen Wirkstoffe

Empagliflozin — Hemmt renales SGLT2, vermindert die Glukoserückresorption und erhöht die Glukoseausscheidung im Urin; vermindert auch die Natriumrückresorption und erhöht das Natriumangebot im distalen Tubulus.
Dapagliflozin — Hemmt SGLT2 im proximalen Nierentubulus, verringert so die Rückresorption filtrierter Glukose und erhöht die Glukoseausscheidung über den Urin.

Jede Zusammenfassung ist die Zeile zum Wirkmechanismus aus der Lernkarte des Wirkstoffs.

Wofür die einzelnen Wirkstoffe angewendet werden

Empagliflozin — Ergänzend zu Ernährung und Bewegung zur Blutzuckerkontrolle bei Erwachsenen und Kindern ab 10 Jahren mit Typ-2-Diabetes; bei einer eGFR unter 30 mL/min/1,73 m² für diesen Zweck nicht empfohlen; Senkung des Risikos für kardiovaskulären Tod und Krankenhausaufnahmen wegen Herzinsuffizienz bei Erwachsenen mit Herzinsuffizienz; Senkung des Risikos für Nierenfunktionsverlust, terminale Nierenerkrankung, kardiovaskulären Tod und Krankenhausaufnahmen bei Erwachsenen mit chronischer Nierenerkrankung und Progressionsrisiko; die Produktinformation schließt die dort genannten Gruppen mit polyzystischer oder immunsuppressiv behandelter Nierenerkrankung von der empfohlenen Anwendung aus; Senkung des Risikos für kardiovaskulären Tod bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes und gesicherter kardiovaskulärer Erkrankung
Dapagliflozin — Ergänzend zu Diät und Bewegung zur Blutzuckerkontrolle bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes; diese Anwendung wird bei einer eGFR unter 45 ml/min/1,73 m² nicht empfohlen; Senkung von Krankenhausaufenthalten wegen Herzinsuffizienz bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes und bestehender kardiovaskulärer Erkrankung oder mehreren kardiovaskulären Risikofaktoren

Jede Liste ist die Zeile zur Anwendung aus der Lernkarte des Wirkstoffs.

So unterscheiden sich diese Wirkstoffe

Wirkstoffe in dieser Familie: 2

Auf mehr als einer Karte dieser Wirkstofffamilie

Häufige Nebenwirkungen

Harnwegsinfektionen · 2/2: Empagliflozin, Dapagliflozin

Genitale Pilzinfektionen bei Frauen · 2/2: Empagliflozin, Dapagliflozin

Warnhinweise

Ketoazidose · 2/2: Empagliflozin, Dapagliflozin

Volumenmangel · 2/2: Empagliflozin, Dapagliflozin

Wechselwirkungen

Insulin oder insulinsekretionsfördernde Arzneimittel · 2/2: Empagliflozin, Dapagliflozin

Lithium · 2/2: Empagliflozin, Dapagliflozin

Nur auf einer Karte dieser Wirkstofffamilie

Empagliflozin: Warnhinweise — Urogenitale Infektionen einschließlich Fournier-Gangrän · Wechselwirkungen — Diuretika

Dapagliflozin: Häufige Nebenwirkungen — Nasopharyngitis · Warnhinweise — Urogenitale Infektionen / Fournier-Gangrän

Ein Punkt gilt nur dann als gemeinsam, wenn beide Karten ihn gleich formulieren. Fehlt ein Punkt auf einer Karte, heißt das nicht, dass die Wirkung nie auftritt.